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Workshop 2011

Vorab gilt unser Dank auch der Familie Schade, die sich um die Organisation Vorort gekümmert hat; vom Mieten der Räume in der Käthe Kollwitz Schule, Organisation der Betreuer für die Frauen und Mädchen mit Rett-Syndrom bis hin zur Versorgung mit Essen durch das Catering Unternehmen. Danke nochmals Jenny und Lars!

Das AKUK! -Team, bestehend aus Barbara Bloch, Stephie und Dennis Bornfleth, Christian Hirsch, Stefan Hamann, Angelika Koch-Buchtmann, Kristina Krüggeler, Almuth von Lukas, Vera Sadewater und Marc Westphal war bereits am Vorabend zugegen. Als Referenten waren Ursula Braun, Angela Hallbauer und Marie Just geladen. Die Kombination aus Fachvorträgen und Arbeitsgruppen (größtenteils angeleitet durch den AKUK!) bot ein breites Spektrum der UK. Da die Workshops der vergangenen Jahre systematisch inhaltlich aufeinander aufbauten, konnten wir viele Bereiche und alle Level der Teilnehmer abdecken. Von Anfängern ohne UK- Kenntnisse bis Fortgeschrittene.
 

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Neben dem Programm durch den AKUK! war auch Alex Schuh von der Firma Tobii anwesend, der beide Tage mit Rat und Tat rund um das Thema Augensteuerung  zur Seite stand. Des Weiteren begleitete Markus Passera von Dreitakt TV den Workshop. Es wurden Filmsequenzen für den Rett-Lehrfilm erstellt, sowie für einen Trailer für die AKUK! Homepage.

Das Programm bestand aus folgenden Vorträgen:

  • Grundlegende Einführung in die UK (U.Braun)
  • UK in der Schule (Ch.Hirsch)
  • Schriftspracherwerb (A.Hallbauer)
  • Talkerstrukturen selbstgebaut-Grundüberlegungen (M.Just)

Und aus den Arbeitsgruppen:

  • Hilfsmittel
  • Löten
  • Computerprogramme
  • Kern- und Randvokabular/ PPT Bücher (A.Hallbauer)
  • Rettspezifische Besonderheiten anhand von Filmsequenzen
  • Frage-/Sprechstunde: Exemplarische Beratung an Beispielen (M.Just)

 

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Frau Dr. Braun machte mit ihrem Vortrag: Einführung in die UK deutlich, in welchem Verhältnis die Lautsprache als das zentrale Medium der differenzierten zwischenmenschlichen Kommunikation, und die Einschränkung der Lebensqualität ohne diese effektive Lautsprache stehen. In diesem Vortrag erfahren wir neben den allgemeinen Beschreibungen des Erwerbs von Kommunikationsgrundlagen durch die sozialen Kontakte etwas über die erschwerenden Faktoren:

  • Erschwernisse in der kognitiven Entwicklung des Kindes mit Behinderung
  • Reduzierung der Möglichkeit zur Selbstbestimmung
  • Auswirkung auf die Identitätsentwicklung

Frau Braun gibt einen Einblick in das gesamte Spektrum der Unterstützten Kommunikation in Theorie und Praxis-was nicht nur für fortgeschrittenen UKler eine Vertiefung der Grundlagen bedeutete, sondern, wer bis dahin noch kein genaueres Bild von UK und seiner Bedeutung für Menschen mit Behinderung und/ oder ohne Lautsprache hatte, wurde bestens in die Materie eingeführt.
Bei uns Eltern blieb der schöne Satz hängen: UK scheitert nicht am Nutzer sondern an seiner Umgebung. Dieser Satz dient in seiner Grundaussage inhaltlich stets als eine gute Gesprächsgrundlage .

Frau Dr. Braun wird auch im Jahr 2012 wieder für den AKUK! als Referentin an unserem Workshop teilnehmen.
 

Literacy in der UK- Grundlagen und Ideen 

Der Vortrag von Angela Hallbauer beschäftigt sich zunächst mit der Bedeutung des Schriftspracherwerbs (SSE) an sich, bevor sie auf die Methoden und Möglichkeiten eingeht. Mit dem Zitat von v. d. Meulen: „SSE ist ein Prozess, der zum Zeitpunkt der Geburt einsetzt und sich ein Leben lang fortsetzt.“, sowie „SSE Aktivitäten dürfen nicht so lange vorenthalten werden bis das Kind (der Jugendliche) verbalsprachlich und kognitiv ein bestimmtes Niveau erreicht hat“ werden die Teilnehmer ermutigt, auch Kindern mit Rett-Syndrom den Weg des Schriftspracherwerbs zu ebnen. Die fünf Phasen des SSE verdeutlichen, dass alle Kinder, von früher Kindheitsphase an, Interesse an den Kulturtechniken besitzen und diese auch umsetzen wollen:

  • Präliteral-symbolische Phase
  • Logographemische Phase
  • Alphabetische Phase
  • Orthographische Phase
  • Integrativ automatisierte Phase

Fazit: Alle Schüler können und müssen zahlreiche Angebote zum Schriftspracherwerb in UK erhalten, wir sollten ihnen von Anfang an unzählige Gelegenheiten und alternative Möglichkeiten und Angebote dafür geben.
Mit einem Sack voll praktischen Beispielen ist die Zuhörerschaft nach diesem Vortrag um Wissen und Ideen reicher geworden. Frau Hallbauer leitete ebenfalls eine Arbeitsgruppe „Kern- und Randvokabular“ und zeigte viele ihrer selbstgestalteten Bücher.  

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Marie Just hatte als Referentin einen Doppelauftrag bei diesem Workshop inne. Sie sollte nicht nur den Vortrag „Talkerstrukturen- selbstgebaut" halten, sondern auch an beiden Tagen eine Frage-/Sprechstunde abhalten. Diese wurden stark frequentiert. Frau Just leitete ihren Vortrag mit euphorischen Worten ein, da die Kinder in den Einzelberatungsstunden angemessen und konkret mitgearbeitet hatten. Dabei  eröffnen die Möglichkeiten der Augensteuerung ganz neue Dimensionen.

Die Effektivität der Talkerstrukturen der Sprachwiedergabegeräte ist nicht nur stark abhängig von der Möglichkeit der Ansteuerung und Koordination von Auge und Hand des einzelnen Kindes, sondern auch stark abhängig vom Umfeld der Nutzerin: Ein Kind kommuniziert nur so gut, wie es gelernt hat das Gerät zu nutzen und auch nur so gut wie das Sprachwiedergabegerät organisiert und strukturiert ist. Richtlinien und Orientierung sowie Kommunikationsstrategien erläutert Marie Just umfassend und das Schwerpunktthema „Kern und Randvokabular“ wurde in diesem Zusammenhang ebenfalls angesprochen. Dieses ist gerade für die Organisation von Sprachwiedergabegräten von großer Bedeutung.

Wussten Sie das schon? Das Kernvokabular der Top 100 der Kinder mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung ist mit dem Vokabular von Menschen ohne Behinderung identisch! (Boensich;Sachse: (Z) UK 3/07)

Mit diesem Versuch einer kurzen Zusammenfassung der Vortragsreihe des Workshops ist gerade einmal ein kleiner Teil des Ganzen, dieses intensiven Wochenendes abgedeckt. Die vielen Arbeitsgruppen mit den jeweiligen Kurzreferaten und auch der Vortrag von Christian Hirsch über UK und Schule müssten eigentlich ebenfalls hervorgehoben werden. Auch für das AKUK!-Team bot diese Wochenende eine tolle Möglichkeit des intensiven Austausches rund um UK, zwischen der engagierten Teilnehmerschaft aus Eltern, Erziehern, Betreuern, Pädagogen, Therapeuten und den Referenten. Mit einer sehr guten Gesamtauswertung der Bewertungsbögen können wir abschließend sehr zufrieden sein.

Das AKUK! Team jedenfalls freut sich schon auf das Jahr 2012 in Berlin!

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 Reaktionen von Referenten und Teilnehmern 2011:

"Es hat mir wirklich außerordentlich gut in Ihrer netten, engagierten und lebendigen Arbeitsgruppe gefallen. Hut ab vor dem, was Sie schon erreicht haben! Ich freue mich schon darauf, Sie alle in Berlin wieder zu sehen!" 

"Großartig war der Workshop. Ihr macht eine klasse Arbeit und ich bin sehr dankbar, wie ihr euer großes Wissen und eure ungeheure Kompetenz zur Verfügung stellt! Good job !" 

"Ich konnte viele neue Ideen mitnehmen. Weiter so."

"Der diesjährige Workshop war wie immer sehr informativ und er hatte wirklich ausgezeichnete Referenten aus der UK Fachwelt vorzuweisen." 

 

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"Ich habe sehr viele Ideen gerade für die Talkerstruktur meiner Tochter gewonnen, und war auch sehr erfreut über die Beratung und Präsenz des Tobii Mitarbeiters. In den einzelnen Workshops war für jeden was dabei, besonders Stefan, der Meister im Adaptieren, hatte wie immer auch bei einem größeren Problem ein offenes Ohr. Ich freue mich schon auf den nächsten Workshop und möchte für 2013 Standort Köln vorschlagen!"

"Uns hat es wirklich auch sehr gut gefallen. Ihr habt da ein tolles Netzwerk initiiert. In meinem Kopf springen auch noch viele Eindrücke und Ideen umher."

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"Der Workshop war für uns sehr beeindruckend und wir haben sehr viele Ideen mit nach Hause nehmen können. Ein herzliches Dankeschön für Eure tolle Arbeit."


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"Vielen Dank für die schöne Atmosphäre, euer großes Engagement. Und alles so kostengünstig!"


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"Tolle Organisation, supernette Leute, ich habe mich als Erstbesucher sehr wohl gefühlt und würde den Hut vor dem Organisationsteam ziehen, wenn ich einen hätte."

 

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