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Workshop 2012

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Auch bei diesem Workshop kamen wieder Eltern, BertreuerInnen, PädagogInnen und TherapeutInnen zusammen. Gerade diese Mischung ist immer wieder für alle sehr interessant. Sie sorgt für den Blick über den Tellerrand.


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Gut, dass wir soviel Platz hatten. Herzlichen Dank an Vera und Detlef für die tolle Organisation in Berlin!

Neben der traditionellen Ausstellung der UK-Hilfsmittel und der für Taster adaptierten Spielzeuge, neben dem Infoplatz mit den adaptierten Mäusen, dem UK-Film und den PC-Programmen mit denen die Mädchen selbständig Filme, Musik und Bilderbücher steuern können, waren beide Tage angefüllt mit den verschiedensten Vorträgen, Arbeitsgruppen und Sprechstundenangeboten.


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Der Hilfsmittel-Parcour                                                         Die Rektorin der Fläming-Grundschule in Romanas AG

Da war zunächst der einführende Vortrag von Frau Dr. Braun, Redakteurin der Fachzeitschrift „Unterstützte Kommunikation“ der deutschen ISAAC-Gesellschaft. Beeindruckend waren ihre gut strukturierten Ausführungen zu all den vielen verschiedenen Hilfen zur Kommunikation. Denn die Bandbreite der Auswirkungen des Rett-Syndroms erfordert auch eine große Bandbreite von Hilfsmitteln und Strategien zur Kommunikation. Kommentare der TeilnehmerInnen: "Mitreißend", "War Spitze".

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Marc Westphal (AKUK!) und Ursula Braun                 Arbeitsgruppe "Von der Bildkarte bis zum Talker" mit Angelika

Am Nachmittag waren alle aufgerufen an den Arbeitsgruppen teilzunehmen. Leider musste das allseits immer wieder beliebte Löten mit Stefan Hamann ausfallen. Und auch die vielen Ideen für den Einsatz von Batterie-Unterbrechern, Step-by-Steps, Powerlinks und Tasteradaptierten Spielsachen von Familie Bornfleth konnten nicht ausführlich genug gezeigt werden, weil auch diese Arbeitsgruppe krankheitsbedingt ausfallen musste. 

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Hier gab es alles, was mit Mäusen, Tastern, Programmen, Talkerstrukturen und regem Austausch zu tun hat

Forderte Marie Just im letzten Jahr "von oben zu denken", bot sie uns in diesem Jahr an "von hinten zu denken". Im letzten Jahr war gemeint, dass man bei Menschen, die mit dem Rett-Syndrom leben durchaus volles Verständnis unterstellen kann und daher auch das gesamte Repertoire von Kommunikation unterstellen muss (und nicht z.B. bei dem Vokabular einer Baby- oder Kleinkindsprache bleibt). Das erfordert, dass man die entsprechenden Hilfsmittel in Betracht zieht, die dies ermöglichen (und nicht nur solche, die von vorn herein Kommunikation begrenzen). In diesem Jahr ging es nun um das Vokabular, das Kommunikationshilfen anbieten können sollten und vor allem wie man es strukturiert. Bei dem Aufbau des Vokabulars ist es wichtig nicht nur das aktuelle - das Kind und seine Welt betreffende Vokabular - einzuplanen, sondern auch schon an das zukünftig zu erarbeitende Vokabular zu denken.

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Kathrin Lemler und Marie Just                                                  Sprechstunde

Man sammelte sich in der Arbeitsgruppe Stützen und Führen (Marc Westphal), in der Lifetool-Ideen-Schmiede von Romana Malzer, bei dem  Vortrag "UK in der Schule" - von Chris Hirsch, und auch in meinen Vortrag, der noch einmal daran erinnern sollte worauf es ankommt: In Kommunikation zu kommen.

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"UK in der Schule" mit Chris                                                   "Stützen und Führen" mit Marc 


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Sprechstunde mit Lars Tiedemann, Entwickler der Software "LiterAACy". Marie Just und Lars Tiedemann boten den ganzen Tag über Einzelsprechstunden zur UK und dem Programm LiterAACy an.

Am Sonntag vormittag kamen Paul Andres und Birgit Lederer. Ihre Vorträge handelten davon, dass die Technik nicht die Kommunikation bestimmen darf. Es muss ein Wechselspiel zwischen „hightech und lighttech“ möglich sein. Die Seiten, die in einem Talker aufgebaut sind, sollten auch auf einer Tafel oder in einer Mappe wieder zu finden sein und ggf. ebenfalls über die Augenauswahl, mithilfe eines Rahmens oder einer Schürze, zur schnellen Kommunikation zur Verfügung stehen. Oft wird die Verantwortung für die Kommunikation an den Nutzer abgegeben, wenn dieser ein technisches Hilfsmittel zur Verfügung hat. Das darf aber nicht sein. Für die Kommunikation sind alle Kommunikationspartner verantwortlich. Es ist ein Wechselspiel.

Birgit Lederer ging in ihrem Vortrag auch darauf ein, wie Tafel oder Mappe mit dem Partner-Scanning bedient werden können. Durch Zeigen auf die Symbolreihe einer Tafel und aufmerksames Erkennen eines „Ja“-Zeichens nähert man sich dem Zeichen, auf das es ankommt.
"Der Einblick in die sprachwissenschaftliche Kompetenz hat mir gut gefallen“ (G. Große).

DSC00631DSC00613 DSC00635Paul Andres mit Kommunikationsschürze, Lara und Annika in Betreuung und Birgit Lederer mit Komm.-Tafel

Als krönenden Abschluss genossen wir den Vortrag unserer Starreferentin Kathrin Lemler. Ihr kurzweiliger Vortrag über ihre eigene UK-Geschichte und ihr Leben entlockte dem Publikum einige herzhafte Lacher. Deutlich wurde auch hier, dass es nicht auf ein einziges Hilfsmittel ankommt, sondern auf eine Vielfalt an Hilfsmitteln, Methoden und Assistenten. Sowie auf individuelle Lösungen für das ganz normale Leben im Leben mit Behinderung. Erst die Bereitschaft Aller Wege zu finden, macht es möglich, dass Menschen, die mit Behinderung leben, studieren können und, wie Kathrin, sich für Ihre Belange einsetzen und anderen Mut machen können. Es hat tief beeindruckt. Bedenkt man, wie schwer es einem selbst fällt einen Vortrag auszuarbeiten, kann man vor der Leistung von Kathrin Lemler nur den Hut ziehen. „Katrin Lemler hat mich unheimlich beeindruckt“ (G. Große).

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Kathrin Lemler rundete das diesjährige Programm ab und erzählt aus ihrem Leben. Tausend Dank!


Und was sagen unsere ReferentInnen?
„Toll, sehr produktiv, besonders der Austausch zwischen den Vorträgen“ , sagt Kathrin Lemler.
Paul Andres freute sich über „die entspannte Atmosphäre“ und das „geduldige Publikum“.

Alles in Allem haben alle wieder viel mitnehmen können, nicht zuletzt auch das umfangreiche Skript mit allen Vorträgen zum Nachlesen. Dafür hat diesmal Almuth von Lukas gesorgt. Berit Remde und Markus Malzer waren "Mädchen und  Junge für Alles".
Vielen Dank auch an die Rektorin Rita Schaffrinna der Fläming-Grundschule, die weit über die Landesgrenzen hinaus für heute schon gelebte Inklusion bekannt ist. Großzügig wurde uns viel Raum zur Verfügung gestellt und mit Rat und Tat beigestanden.  

Familie Sadewater hat alles organisiert und an beiden Tagen den Ablauf im Auge gehabt.
„Ich bin beeindruckt von Organisation und Planung“ (B. Kuhz).

 A. Koch-Buchtmann Juli, 2012

 

 

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