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Workshop 2008

Unser Workshop im Saarland war wieder ein voller Erfolg. Petra Hämisch hat ihn perfekt organisiert: In wundervollem Ambiente, zahlreichen Tagungsräumen, hervorragenden Betten, gutem Essen und Sauna konnten wir entspannt und mit viel Spaß Wissen und Fähigkeiten vermitteln und austauschen. Dabei konnte Petra die Mitglieder der Regionalgruppe Mosel-Saar-Pfalz fast komplett mobilisieren und man spürt auch als Außenstehender den guten Zusammenhalt derselben. Die Stimmung war gut und die Zeit, wie immer, zu knapp.
Neben der Einführung in die Unterstützte Kommunikation (UK) und dem Erklären und Ausprobieren der Hilfsmittel beschäftigte sich eine Gruppe während des gesamten Workshops mit dem Thema Kern- und Randvokabular und präsentierte abschließend seine Ergebnisse. Es war ein erstes Herantasten an ein großes Thema.

Zum Verständnis: Als Randvokabular bezeichnet man Wörter, die eine spezielle Bedeutung haben (z.B.: Hauptwörter wie Auto, Ball usw.). Diese Worte sind im Sprachschatz wichtig, um Dinge zu benennen, Bedürfnisse auszudrücken usw. Aber man benutzt sie nicht so häufig wie die Kernvokabeln. Diese können in den verschiedensten Situationen angewandt werden (z.B. da, weg, gehen, auch, aber, warum, ja, nein, usw.). Wenn wir also eine Mappe anlegen oder ein Sprachausgabegerät (Talker) programmieren ist die Auseinandersetzung mit diesem Thema nicht zu umgehen.

Wie immer haben wir auch altbewährte und neue Technik erklärt: die Computerprogramme Fotokuckiphon und CobuS (die es unseren Kindern erlauben, fast selbständig Bücher, Fotos, Filme, Musik auszuwählen). Wir haben auch eine Touchscreen-Version für CobuS entwickelt, sowie ein Programm zum erleichterten Aufnehmen von Ton- und Bilddateien.

Desweiteren wurde das Sprachausgaberät My Tobii vorgestellt und ausprobiert. Es kann sowohl per Hand, als auch mit dem Blick gesteuert werden. Die UK-unerfahrene 35-jährige Tina Meyer (Rett-Syndrom) konnte beispielsweise innerhalb von wenigen Minuten zeigen, welche Farbe sie gern hat.

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Auch das MoMo-Board konnten wir vorführen. Marla lernt damit rechnen und schreiben im ersten Schuljahr (ebenso mit Symbolkärtchen und Stempeln).
So gab es denn auch einen Praxisbericht mit Filmbeispielen aus der Schule und nicht zuletzt einen Bericht über Gestützte Kommunikation mit anschaulichen Filmsequenzen aus dem Alltag. Sabrina Hämisch und Sarah Roth können beispielsweise gestützt schreiben. Das Stützen muss man allerdings lernen und üben. Um Missverständnissen und Manipulationen vorzubeugen sollte es immer mindestens drei Stützer für eine Person geben, die sich abwechseln. Eine sehr interessante Methode, die vielleicht nicht für jeden geeignet sein mag-aber die Auseinandersetzung mit diesem Thema öffnet auf jeden Fall die Augen für eine konstruktive Kommunikation.

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