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9. Stammtisch

Bei dem ersten AKUK! Stammtisch 2012 in der Lebenshilfe in Lüneburg herrschte wieder ein buntes Treiben. Mindestens 30 große und kleine Leute waren gekommen, um sich zwanglos bei Kaffee und Keksen über die Unterstützte Kommunikation unserer Töchter zu informieren und auszutauschen. Vor Schreck vergaßen wir sogar Fotos zu machen.
Am Vormittag hielten die Mitglieder des AKUK! ihre obligatorische Sitzung ab und planten den nächsten Workshop.

Der Nachmittag war geprägt von immer wieder wechselnden Gruppen zum Austausch über die Sprachausgabegeräte. Wenn man nicht weiter wusste, wurde Sven Pfeil (Firma Tobii) in Beschlag genommen. Auch Stefanie Tegeler und Marie Just waren da, um die vielen Fragen zu beantworten.
Nachdem man sich bekannt gemacht hatte und die verschiedenen Sprachausgabegeräte bewundert und begutachtet wurden, zeigte uns Kathrin ihren Film über ihr Leben und ihre Kommunikation. Vielen Dank für diesen Blick in Dein privates Leben, Kathrin.
Highlight war jedoch ihre Aufnahme als Ehrenmitglied des AKUK! Die junge Studentin der Erziehungswissenschaften zeigte uns ihre außergewöhnlichen Kommunikationsmöglichkeiten. Ob über Gestik, Mimik und Stimme oder mit ihrem Blick, der die Augensteuerung ihres Sprachausgabegerätes bediente und dort Symbole, Buchstaben, Textbausteine hörbar machte oder zusammen mit ihrem persönlichen Assistenten David, der spontane und schnelle Aussagen über eine (imaginäre) Buchstabentafel Buchstabe für Buchstabe zusammensetzte – die UK-Spezialistin Kathrin Lemler hat uns etwas zu sagen und tut dies auch. Und ich meine hier nicht nur den Inhalt der Aussagen. Ihre fröhliche Ausstrahlung sagt darüber hinaus, dass Kommunikation ein Lebensgefühl ist. Kathrin macht es mit Ihrer offenen Art leicht, ihr Fragen zu stellen, auch wenn diese persönlich sind. Und sie nimmt jede Frage ernst und beantwortet sie gern. Faszinierend auch das harmonische Miteinander von Katrin und ihrem persönlichen Assistenten. Diskret las David die Buchstaben, die Kathrin mit den Kopfbewegungen zeigte und setzte sie zu Kathrins Aussage zusammen. Immer war klar, dass er Assistent ist und nicht für Kathrin spricht, sondern ihre Worte liest. Das ist nicht einfach. Wie schnell ist man schon in „normaler“ Kommunikation dabei, den Satz eines anderen zu beenden, ohne wirklich zu wissen ob er wirklich so gemeint war.
Wir wurden an diesem Tag mit Erlebnissen, Erfahrungen und Begegnungen wieder reich beschenkt!

Angelika Koch- Buchtmann